Unsere Konzertgruppe ist aus dem „Förderverein alternatives Jugendzentrum“ e.V.“ hervorgegangen, den wir in den Jahren 2000 – 2005 aktiv betrieben haben. Da wir nie gut in Namensfindungen waren, haben wir einfach den Titel unseres Mini-Festivals aus dem Jahr 2007 übernommen.

Das Ziel des Vereins war der Aufbau und das Betreiben eines selbstverwalteten Jugendzentrums in Eisenach. Unser Verein bestand aus vielen jungen Menschen aus unterschiedlichen Subkulturen, deren kleinster gemeinsamer Nenner eine „Anti-Nazi“ Haltung war. Mit öffentlichen Positionierungen gegen Faschismus und Rassismus und der Organisation und Durchführung vieler Veranstaltungen, Lesungen und Konzerte war der Verein sowohl im öffentlichen Leben, als auch in der Presse der Stadt Eisenach stets präsent.
Der Verein löste sich im Jahr 2006 auf, da das Vereinsziel nicht erreicht worden konnte. Eine genaue Einschätzung dessen, warum unser Projekt letztendlich gescheitert ist, ist schwierig. Es kommen aber sicher mehrere Faktoren zusammen: Zum einen machte die Stadt sehr deutlich, dass sie ein solches Objekt nicht möchte. Es wurde (wird?) aus Sicht der Stadt genügend Geld in die Jugendarbeit investiert, so dass die Eisenacher Jugendlichen die vorhandenen Einrichtungen nutzen sollen. Da für uns auch eine Besetzung nie zur Debatte stand, haben wir unser Projekt nach vielen Jahren harter Arbeit und zähen Verhandlungen mit der Stadt beendet. Hinzu kommen noch (wie meist) interne Veränderungen.

Einige ehemalige Mitglieder des Vereins blieben aber trotzdem aktiv und organisieren weiterhin Konzerte in und um Eisenach. Die Bedingungen haben sich in den letzten Jahren nicht verbessert; im Gegenteil! Viele Clubs, mit denen wir früher zusammen gearbeitet haben, mussten aus unterschiedlichen Gründen mittlerweile schließen: Galloways, Gleis 1, Babylon, Sound & Culture, etc. Das ist ein herber Einschnitt und eine große Veränderung für unsere Arbeit und (Sub)Kultur in Eisenach allgemein.

Erfreulicherweise haben sich dafür in den letzten Jahr aber auch 2 neue Clubs etabliert: Das Spitz und der Schlachthof Eisenach. In den letzten Jahren arbeiten wir vor allem mit dem Schlachthof zusammen und finden die Zusammenarbeit sehr gut!
Trotzdem fehlt es aus unserer Sicht weiterhin an Auftrittsmöglichkeiten für lokale und regionale Bands. Kleine Konzerte, für bis zu 150 Leute, machen einfach mehr Spaß in kleinen Clubs. Auch das finanzielle Risiko ist in kleinen Clubs ein anderes. Gerade für junge Leute, die vielleicht zum ersten Mal ein Konzert organisieren wollen, sind dies schon relativ hohe Hürden.

In all den Jahren sind wir zwar älter und weiser geworden, haben unser Musikspektrum erweitert und haben viele Erfahrungen gesammelt; eines aber hat sich nicht geändert: Unser politischer Anspruch! Nazis und Rassisten haben bei unseren Konzerten weiterhin keinen Zutritt, genauso wie Sexismus und Homophobie dort nichts zu suchen haben. Wir wollen und werden auch in Zukunft nur mit Bands zusammenarbeiten, die diesen Minimalkonsens teilen.

Unser Konzert mit Frittenbude, den Crackhuren und Onkel Berni am 18.03.2011 ist unser 10jähriges Jubiläum! Am 18.03.2001 fand unser erstes Konzert im Bürgerhaus Eisenach mit den Spezializtz, Breite Seite und ZSK statt. In diesen 10 Jahren ist eine Menge passiert und es gab von unserer Seite viele Veranstaltungen. Auch wenn von den Leuten, die 2001 ins Bürgerhaus kamen, wahrscheinlich nicht mehr viele übrig sind, möchten wir uns bei den Leuten bedanken, die in der Vergangenheit mit uns zusammengearbeitet, geholfen und vor allem unsere Veranstaltungen besucht haben! Danke! Wir sind stolz, dass wir eine so lange Zeit durchgehalten haben!! Auf die nächsten 10 Jahre!

Wenn ihr Konzertideen habt und Hilfe braucht, oder einfach nur Wünsche bezüglich Bands habt, die ihr gerne mal in Eisenach sehen wollt, könnt ihr euch gerne an uns wenden.

Zum Schluss zitieren wir uns einfach mal selber: Wir wollen ein Statement abliefern: Gegen Neonazis und ihre Feste, gegen Antisemitismus, Sexismus, Rassismus und Volksgemeinschaft. Für gute Musik, massig Hedonismus und ne fette Portion Individualität. (Pressemappe Bumsfallera, 18.05.2007)

(Stand: Januar 2011)

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