Archiv für April 2007

Dokumentation #2

Ein (meiner Meinung nach schreckliches!) Mobilisierungsvideo für den 19. Mai wollen wir euch ebenfalls nicht vorenthalten.

(Link)

Dokumentation #1

Im folgenden veröffentlichen wir hier zu Dokumentationszwecken den Aufruf des Eisenacher „Bündnis gegen Rechts“. Eine Kritik unsererseits wird vermutlich in den nächsten Tagen folgen…

KEIN FUSSBREIT DEN FASCHISTEN
WEDER IN EISENACH NOCH ANDERSWO.

Rechtsextremismus darf in Eisenach keine Chance haben!
Am Sonnabend, den 19. Mai 2007, planen die NPD und Freie Kameradschaften in Eisenach ihren sog. „6. Thüringentag der nationalen Jugend“. Das „Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach“, ein Zusammenschluss demokratischer Parteien, Gewerkschaften, Verbände, Kirchen und Einzelpersonen, und der Oberbürgermeister der Stadt Eisenach Matthias Doth, nehmen das zum Anlass, zu einer Gegendemonstration mit dem Motto: „Kein Fussbreit den Faschisten – Weder in Eisenach noch anderswo!“ aufzurufen.

Ziel dieser Initiative ist es zu zeigen, dass sich die Eisenacherinnen und Eisenacher von Rechtsextremismus deutlich distanzieren. Deshalb sollten sich möglichst viele Menschen aus Eisenach und ganz Thüringen an diesem Sonnabend, den 19.05.2007, gegen 12 Uhr auf dem Eisenacher Theaterplatz einfinden, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Intoleranz zu setzen.

Warum dagegen aktiv werden?

Seit Jahren entwickelt sich Thüringen zu einem der Schwerpunkt-Aktionsfelder von Neonazis. Dies lässt sich nicht zuletzt an den zahlreichen Aufmärschen, Infoständen, Saalveranstaltungen, Rechtsrockkonzerten und anderen Aktivitäten von Freien Kameradschaften und NPD ablesen, die nahezu jedes Wochenende stattfinden. Eines der erklärten Ziele der NPD ist der Einzug in den Thüringen-Landtag 2009. Nach den Bundestagswahlen 2005, bei denen die NPD in Thüringen ihr zweithöchstes Stimmenergebnis erreichte, erscheint dies auch nicht unwahrscheinlich.
In Thüringen ist die Zusammenarbeit zwischen den sog. „Freien Kameradschaften“ und der NPD, wesentlich intensiver und konstanter als etwa in anderen Bundesländern. So gibt es gerade in kleineren und mittleren Orten und Städten feste Strukturen der Naziszene. Zu diesen Strukturen gehören neben den zahlreichen Veranstaltungen mit Event-Charakter eine ausgeprägte neonazistische Jugendsubkultur und eigene Publikationen wie z.B. der „Wartburgkreisbote“ in Eisenach, für den sich Patrick Wieschke seit Januar 2006 mitverantwortlich zeichnet. Durch solche regionalen Druckerzeugnisse versuchen die Neonazis in Eisenach und auch in anderen Regionen, Fuß zu fassen und der NPD den Boden für einen Einzug in den Landtag zu bereiten. „Dabei kommt den braunen Rattenfängern die nur ganz langsam weichende Ignoranz und Gleichgültigkeit offizieller Stellen entgegen. Scheinbar hat man auch in Thüringen immer noch nicht begriffen, dass die heute 16- und 17-jährigen, die besonders intensiv von der NPD umworben und bearbeitet werden, 2009 Wahlberechtigte sind“ (Jörg Fischer: Nazis wollen am 1. Mai in Erfurt marschieren. HaGalil vom 04.02.2007). Vor diesem Hintergrund ist auch das Engagement der NPD zu erklären, die sich bemüht, im „vorpolitischen Bereich“ aktiv zu werden und durch Rechtsrock anpolitisierte Jugendliche für die Partei zu gewinnen. Hierzu gehört u.a. ihr Konzept, Konzerte mit Neonazi-Bands als politische Veranstaltungen der NPD anzumelden. Bei diesen Konzerten treten neben den Bands Redner aus dem NPD- und Kameradschafts-Spektrum auf, um den Veranstaltungen einen politischen Charakter zu geben und Jugendliche mit den rechtsextremistischen Positionen und Forderungen bekannt zu machen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Informations- und Verkaufsstände, bei dem sich rechtsextreme Organisationen und Publikationen wie Zeitungen und Zeitschriften, aber auch Rechtsrock-Versände und -Labels ihrem Publikum vorstellen und Material zum Verkauf anbieten. In Thüringen wird dieses Konzept sehr konsequent durchgeführt, wie nicht zuletzt am „Thüringentag der nationalen Jugend“ abzulesen ist. Solche Veranstaltungen zeigen
die Bemühungen der NPD, über Musik und rechten Lifestyle insbesondere Jugendliche anzusprechen, die über traditionelle Formen der Politikvermittlung wie Kundgebungen und Demonstrationen kaum mehr zu erreichen sind. Das Problem dieser Veranstaltungen ist, dass sie vom Versammlungsgesetz geschützt sind und ohne Probleme auch im Freien mit mehreren hundert bis tausend Besuchern stattfinden können. Da wir diese Bemühungen der Neonazis sowohl in Eisenach als auch woanders ablehnen, werden wir gegen den „Thüringentag der nationalen Jugend“ mobilisieren und eigene Akzente setzen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

19. Mai 2007 – 12.00Uhr – Theaterplatz
KUNDGEBUNG mit DEMONSTRATION

Die Nazis üben bereits

Nachdem Freitag abend erschreckend viele Bullen in Eisenach unterwegs waren und auch viele Leute kontrolliert haben, wissen wir nun den Grund. Die NPD hat heute einen Infostand am Karlsplatz durchgeführt, vermutlich um Werbung für den 19.05. zu machen. Leider haben wir zu spät davon erfahren…

Aber es hat bestätigt, was wir bereits seit langem vermuten und auch schon teilweise bestätigt bekommen haben. Die Bullen sind total nervös wegen dem 19.05.!!

Naziaufmarsch #1

Natürlich soll es hier auch ein paar Informationen über den Naziaufmarsch und Gegenaktivitäten geben. Deswegen jetzt ein paar Infos:

Das Nazifest beginnt um 12 Uhr am Heinrich-Ehrhardt-Platz in Eisenach. Dieser Platz ist total leer und zwischen alten Industriegebäuden, einem Fluß und einem Lidl-Markt gelegen. Von den Besuchern des Lidl mal abgesehen, werden die Nazis dort wahrscheinlich keinen Blumentopf gewinnen, da sie niemanden erreichen. Andererseits wird es für Antifaschisten aber auch schwer, zu den Nazis zu gelangen.

Das Eisenacher „Bündnis gegen Rechts“, bestehend aus Gewerkschaften, Kirche, Parteien, Verbänden, Vereinen und Oberbürgermeister rufen zu einer Gegendemonstration unter dem Motto „Kein Fussbreit den Faschisten. Weder in Eisenach noch anderswo“ auf. Diese Demonstration beginnt 12 Uhr am Theaterplatz. Der Theaterplatz und der Heinrich-Ehrhardt-Platz liegen übrigens nur geschätzte 600 – 800 Meter auseinander! Es gibt allerdings nur einen Weg dorthin, unter einer Bahnunterführung durch, die die Bullen leicht absperren können. Von daher wollen wir taktisch keine Empfehlung aussprechen zur Demo zu gehen, aber auch nicht davon abraten. Inhaltlich stehen wir dem Aufruf sehr kritisch gegenüber, wenn wir genug Zeit haben werden wir hier noch eine Kritik dazu veröffentlichen.

Ebenfalls am 19.05.2007 findet in der Eisenacher Wandelhalle ein Aktionstag gegen Rechtsextremismus statt. Dort werden tagsüber verschiedene Vereine und Gruppen unterschiedlichste Sachen aufführen, abends soll es ein Konzert geben.

Soweit der aktuelle Stand bezüglich des Naziaufmarsches und Gegenaktivitäten. Bei Neuigkeiten informieren wir euch hier sofort.

Und nochmal der Hinweis: Das „Bumsfallera“ kann dazu genutzt werden, um sich mit vielen Leuten zu treffen und sich abzusprechen. Es wird dort aktuelle Infos, Hinweise, etc. geben…

Plakate hängen bei dir in der Stadt

Nach dem schon letztes Wochenende beim Abschiedskonzert von Two Minutes Appear und bei der Eröffnung des Spitz in Eisenach erste Flyer verteilt wurden hängen ab diesem Wochenende auch Plakate bei Dir in der Gegend:

Wenn Du eine Idee hast wo auch noch unbedingt Plakate hin sollten, oder falls du sie noch nicht auf der Strasse gesehen hast, schick uns doch bitte ne Mail.

Hoppla!

Wir reihen uns ein und bieten euch ab sofort alle Updates bequem per Hi-Tech RSS/Atom Feed als Abonnement frei Haus. Die News werden auch weiterhin auf bumsfallera.info erscheinen, aber wir werden unter Umständen dieses Weblog nutzen um in aktuelle Diskussionen einzusteigen oder diese anzuregen. Die mit 1 Bratwurst Frei!, Ähnlich Onkelz und Weltnetzseite gezeichneten Beiträge ausserhalb der Breaking News-Kategorie geben nicht unbedingt die Meinung des gesamten Organisationskomitees wieder. Alles klar?

P! P wie Plemo

People! Plemo & Das Feuer sind ab heute offiziell an Bord. Ein Promotext kommt noch, aber Ihr könnt euch schon mal unter plemo.com informieren wo ihr nicht nur das aktuelle Album (mit Gastbeiträgen von Mitgliedern von Knarf Rellöm, Tomte, Dendemann (sein DJ), Das Bierbeben, Egotronic, Saalschutz, …) hören könnt – dieser Mensch und seine Band (u.A. mit Arnold von Juri Gagarin) rocken noch besser als ihr neues Outfit vermuten lässt. Bloggt übrigens auch hier, der gute.

Neu im Line-Up: Clara Bow

Clara Bow machen ihr eigenes Ding. Nicht, weil es international nicht genügend Anknüpfungspunkte gäbe — es ist ja nicht so, dass Bands wie Discount, Cub, Helen Love, Dressy Bessy, Shop Assistants, All Girl Summer Fun Band, Thee Headcoatees oder die frühen Bangles (Genau! Schluckt das ihr vermeintlichen Punkrocker) nicht unzählige Generationen von Bands beeinflusst hätten und dies immer noch tun… Stop! Du hast all diese Musik noch nie gehört? Das liegt vielleicht daran, dass für selbstbewusst scheppernden, Soul-beeinflussten Indierock mit weiblicher Stimme in Deutschland aus irgendeinem Grund kein Publikum da ist. Der Stil wird hierzulande so schändlich ignoriert, dass man fast von Vorsatz ausgehen könnte. Schlechter macht es die Musik von Clara Bow allerdings auf keinen Fall. Die Mehrheit will das bloß nicht hören, Arne, und kaum mal eine Subkultur. Mit Ausnahme von Leuten in Hamburg und Berlin vielleicht, da wohnen Clara Bow nämlich. Und sie sind zu fünft. Passt bloß auf.

Hörbeispiele gefällig? Checkt Myspace oder purevolume.

Unser Line-Up so weit findet sich: hier.

Es gibt einen Plakatentwurf

Hier:
Plakatentwurf

Noch ist er nicht gedruckt und es ist noch Zeit für Diskussionen und Entschuldigungen. Also sagt nicht wir hätten euch nicht vorgewarnt.

Endlich steht ein Name: Bumsfallera!

Bums, bums, bumsfallera! Das hat was mit Bumsen zu tun und das macht z.B. die 4/4 Bassdrum. Und wie viel graue Haare uns das gekostet hat. Der bisherige Arbeitstitel Beats Against Fascism Reloaded 2k7 Ultimate Edition++ tritt somit endlich seinen wohlverdienten Ruhestand als monströs langer Untertitel an. Die (Jagd?-)Saison ist hiermit feierlich eröffnet. „Törrröööööööh!“ (-Benjamin Blümchen)